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Bürgerstiftung unterstützt Informationsbörse für berufliche Zukunft

Bürgerstiftung unterstützt Informationsbörse für berufliche Zukunft

Auszubildende heimischer Unternehmen stehen Schülern Rede und Antwort

Interesse an sozialen Berufen wecken: Die Holdorfer Kindergärten informierten an einem gemeinsamen Stand. Auf unserem Foto spricht Kindergartenleiterin Melanie Lehde mit Schülerinnen.

„Schön, dass es nach der coronabedingten ungewollten Pause mit der Ausbildungsmesse ,Azubis für Azubis‘ wieder weitergeht. Das Beste ist es, sich bei denen zu informieren, die Ausbildungsplätze bereitstellen“, begrüßte Raimund Haskamp, Rektor der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) die beteiligten Aussteller, Schüler, Lehrkräfte und Unterstützer wie die Bürgerstiftung Holdorf. Diese hat das Frühstück für die Firmen/Aussteller gesponsert und mit Hilfe des Mathekurses der 10. Klasse vorbereitet.

Knapp 40 Unternehmen, Geldinstitute, Handwerker, Behörden und Anbieter sozialer Dienste verwandelten die Aula und Teile der ersten Etage für diese vor zwölf Jahren ins Leben gerufene Berufsorientierungsmöglichkeit in einen Marktplatz der Möglichkeiten. „Man muss versuchen, die eigenen Arbeitskräfte selbst auszubilden“, sagte Mario Stickfort, Ratsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister angesichts der großen Beteiligung heimischer Firmen. Gleichzeitig forderte er die etwa 150 Schüler und Schülerinnen der achten bis zehnten Klassen auf „Ergreift die Möglichkeit euch zu informieren. Sprecht mit den Firmenvertretern an den Ständen". Das ließen sich die Jugendlichen nicht zweimal sagen. Fabian Seeger (15) aus der Klasse 10a findet „Azubis für Azubis“ eine gute Idee, weil dort die Firmen direkt hinkommen und die Schüler so mit den Auszubildenden und für die Ausbildung zuständige Mitarbeiter sprechen und kennenlernen können. „Die Messe hilft, in der Nähe verschiedenste Berufsbereiche zu finden“, fügt Klassenkamerad Luis Nuxoll (15) hinzu.

„Nichts geht bei der Berufsorientierung über den persönlichen Kontakt“, begrüßt Lehrerin Judith Arlinghaus, an der GKS zuständig für die Berufsorientierung, die Präsenz der unterschiedlichsten Berufsgruppen. Das weiß auch Susanne von Lehmden zu schätzen. Die Lehrerin, an der Oberschule Neuenkirchen-Vörden für die Berufsorientierung zuständig, nutzte bereits wie zuletzt im Jahr 2019 per NordWestBahn die gute Gelegenheit, den 76 Schülern der neunten Klassen die Möglichkeit zu geben, sich für eine spätere berufliche Ausbildung einen Überblick zu verschaffen. Schließlich beteiligten sich Firmen aus der ganzen Region und nicht nur aus Holdorf.

Gerade bei den handwerklich orientierten Firmen konnten die Schüler selbst Hand anlegen. An einem Minidachstuhl der Zimmerei Burdiek wurden Nägel eingeschlagen, das Bauunternehmen Kreinest ließ die jungen Oberschüler Betonsteine per Kran umsetzen und ebenso forderte die Autobahn GmbH wissbegierige Mädchen und Jungen dazu auf, per Fernbedienung mit dem Autokran eine Stange punktgenau in eine Hülse zu jonglieren. Anderswo wurden anhand von Kurzvideos, aufgebauten Modellen und ausgestellten Produkten die Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in dem jeweiligen Betrieb nähergebracht. „Das können junge Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren in unserer Schule durch „Azubis für Azubis“ ihre Ausbildung und ihren Beruf selbst gefunden haben, natürlich besser vermitteln als über eine Berufsberatung über das Telefon oder das Internet“, zieht Schulleiter Raimund Haskamp Bilanz.

Bericht: Heinrich Vollmer

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