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Landjugend, Messdiener und Jungschützen helfen in Zeiten von Corona

Landjugend, Messdiener und Jungschützen helfen in Zeiten von Corona

Bürgerstiftung Holdorf vermittelt Helfereinsatz für alle Ortsteile

Christopher Kenkel: Mit Freude beim Einkaufsdienst für Corona-Betroffene.

Das Angebot steht: Bürger, die während der Corona-Pandemie zur COVID-19-Risikogruppe gehören und Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, können sich an die Bürgerstiftung Holdorf wenden. Diese bietet in Zusammenarbeit mit der KLJB Holdorf, den Holdorfer Messdienern und der Jugendkompanie Fladderlohausen in allen Ortsteilen der Gemeinde einen Einkaufservice und Besorgungsgänge bei Apotheken an.

Christopher Kenkel, aktives Vorstandsmitglied der Landjugendgruppe Holdorf und Vorsitzender der Messdiener St. Peter und Paul, gehört zu den ehrenamtlichen Helfern, die sich für den Einkaufs- und Erledigungsdienst zur Verfügung stellen. „Bisher bin ich einmal für eine Seniorin einkaufen gewesen. Anscheinend ist diese Aktion noch nicht so bekannt, weshalb die Hilfe noch nicht stärker in Anspruch wird“, berichtet der 18-Jährige. Gemeinsam mit Christopher Kenkel stehen aktuell um die 25 Personen unterschiedlichen Alters in den Startlöchern. Sie haben Zeit und möchten den Menschen in Holdorf helfen und somit etwas Gutes tun.

Die Seniorin, die erstmals den Einkaufsdienst in Anspruch genommen hat und namenlos bleiben möchte, ist mit der Erledigung ihrer Einkaufswünsche sehr zufrieden. „Ich bin zuhause, da ich mit meinen 85 Jahren zu der Risikogruppe gehöre und im Haus bleiben muss“, erklärt die Holdorferin. Sie habe von diesem Angebot durch ihre Enkel erfahren, die in der Landjugend und bei den Messdienern aktiv sind. Dafür sei sie dankbar, da sie nicht wüsste, wie sie sonst Lebensmittel für ihre Mahlzeiten und Dinge für den Haushalt bekommen könne. Sie werde das Angebot auch weiterhin in Anspruch nehmen.

„Wir leben in einem ländlichen Ort, wo noch viele Familien nah beieinander sind und sich gegenseitig helfen“, erklärt Stephanie Schlotmann die geringe Nachfrage. Das erst in der vergangenen Woche bekannt gemachte Angebot habe immerhin bereits vier telefonische Nachfragen zur Folge gehabt. Neben dem Einkaufsdienst von Christopher Kenkel haben Helfer einmal ein Paket zur Post gebracht. „Die Senioren vergewissern sich am Telefon ob es stimmt, dass sie sich an die Bürgerstiftung wenden könnten, falls sie Hilfe benötigen“, berichtet Stephanie Schlotmann. Sie vermutet, dass sich gerade ältere Menschen grämen würden. Oft seien sie noch nicht so weit ihre Schwäche zuzulassen und Hilfe von Fremden anzunehmen.

„So viel alleinlebende Menschen gibt es hier in Lorse nicht“, erklärt Mario Stickfort, Präsident des Schützenvereins Fladderlohausen, die geringe Nachfrage. Er vermutet, dass das Projekt erst zum Zuge kommt, wenn die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben sind. „Dann werden die Familienangehörigen wieder zur Arbeit gehen und können sich nicht mehr so um Kranke und Alte kümmern wie zurzeit“, so Mario Stickfort. Wichtig sei es, jetzt das Netzwerk an Helfern aufzubauen, damit es vorhanden ist, wenn es gebraucht werde.

Christopher Kenkel jedenfalls kann sich vorstellen, auch nach der Corona-Krise für Bedürftige diesen im Moment angebotenen Dienst zu leisten.

Kontakt für alle Betroffenen und Menschen, die Hilfe anbieten möchten – Rufnummer: 05494 978337, E-Mail: info@buergerstiftung-holdorf.de und über Internet: buergerstiftung-holdorf.de/covid-19-hilfe.

Bericht: Heinrich Vollmer

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