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Barrierefreiheit: Eine Tür ebnet Fabian Korte den Weg in Haus und Hof

Barrierefreiheit: Eine Tür ebnet Fabian Korte den Weg in Haus und Hof

Seit seiner Geburt leidet der 13-Jährige an einem Gendefekt

Glücklich und zufrieden: Familie Korte freut sich über eine barrierefreie Tür. Die Bürgerstiftung Holdorf ist froh, dass sie helfen konnte.

(Dieser Artikel ist mit Genehmigung der Oldenburgischen Volkszeitung vom 11. September entnommen.)

„Später will ich einmal Hausmeister werden und im Andreaswerk arbeiten", sagt Fabian Korte. Der 13-Jährige Holdorfer leidet seit seiner Geburt an dem „Bigger-Adams-Syndrom". Das ist ein Gendefekt, der seine Sprach- und Bewegungsfähigkeiten einschränkt. Der Holdorfer hat sich schon drei Hüft-Operationen unterzogen, die aber alle nicht viel geholfen haben. Trotzdem ist er eine wahre Frohnatur. Momentan freut er sich besonders über eine Hebeschiebetür, die es ihm ermöglicht, mit seinem Rollstuhl in das Spielzimmer und den Garten zu gelangen. Vorher erschwerten ihm ein Absatz und enge Holzrahmen die Zufahrt zu dem Zimmer.

Gespendet hat die Tür die Bürgerstiftung Holdorf. „Ich hatte mich mit Maria Krug über notwendige Umbauten im Haus unterhalten und sie machte mir den Vorschlag, mich an die Bürgerstiftung zu wenden", erzählt Stefanie Korte, Fabians Mutter. Sie selber hat die vergangenen Jahre viel auf eigene Kosten umgebaut. Das Auto wurde umgerüstet, ein Hebelift sowie Pflegebett angeschafft und das Badezimmer barrierefrei gestaltet. „Ich möchte, dass die Jungs so viele Freiheiten wie möglich haben", sagt sie. Fabian ist nämlich nicht der einzige in der Familie, der an einem solchen Gendefekt leidet. Sein Onkel Markus Wübker ist ebenfalls daran erkrankt. Er ist 37 Jahre, arbeitet in der Werkstatt des Andreaswerks in Steinfeld und ist für Fabian ein Vorbild. Wegen ihm möchte auch er in der Werkstatt arbeiten. Momentan besucht Fabian noch die Erich-Kästner-Schule in Damme.

Kurz nach dem Gespräch mit Maria Krug meldete sich Stefan Witte, der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Holdorf, von sich aus. Er bot der Familie Unterstützung an. „Wenn wir bei einer so starken Belastung eine solche Erleichterung für den Alltag schaffen können, sind wir sofort vor Ort", erklärt Stephanie Schlotmann, die Schriftführerin der Bürgerstiftung. „Wir wollen den Leuten auch Mut machen, sich bei uns zu melden und auf uns zurück zu greifen", ergänzt Franz-Josef Kreinest, der zweite Vorsitzende der Bürgerstiftung „Für solche Fälle sind wir schließlich da", sagt er.

Ganz einfach kann Fabian die Tür öffnen und schließen. „Er hat auch Spaß daran, mich dann ab und zu mal auszusperren", erzählt seine Mutter und lacht. Mit seinen zwei Geschwistern macht er gerne Albernheiten, aber daran hat sie Freude. Durch die Tür gelangt er in das zweite Wohnzimmer der Familie. Dort veranstaltet die Familie von Spielnachmittagen bis zu Geburtstagspartys alles. Von dort aus gelangt er alleine in den Garten und kann um das ganze Haus herum fahren. Es ist überall ebenerdig und keine Türen versperren ihm den Weg. „Die Anschaffung war ein großer Schritt zur Barrierefreiheit", sagt Stefanie Korte erfreut, „wir sind sehr dankbar dafür", ergänzt sie.

In zwei Wochen geht es für die Familie in den Urlaub nach Neßmersiel. Zusätzlich feiert Fabian in wenigen Wochen seinen vierzehnten Geburtstag. Das kann der junge Holdorfer kaum erwarten.

Bericht: OV / Helen Kreimer

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