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Gütesiegel als weitere Motivation und Herausforderung

Gütesiegel als weitere Motivation und Herausforderung

Bürgerstiftung Holdorf erhält vom Bundesverband Deutscher Stiftungen das Gütesiegel

Die Vorstandsmitglieder Franz-Josef Kreinest, Stefan Witte, Ruth Honkomp und Richard Zumloh (von links) präsentieren das Dokument.

Die Bürgerstiftung Holdorf hat vom Bundesverband Deutscher Stiftungen das von ihr entwickelte Gütesiegel erhalten. Um diese Auszeichnung zu bekommen sind zehn Merkmale notwendig. „Wir haben alle zehn erfüllt", freut sich Ruth Honkomp vom Holdorfer Stiftungsvorstand. Unter anderem gehören die Stärkung des Gemeinwesens, Unabhängigkeit und lokales Engagement dazu. Stefan Wirte, Geschäftsführer der Stiftung, erklärt selbstbewusst: .„Mittlerweile haben wir etwas nachzuweisen, darum haben wir das Siegel jetzt beantragt“.

Da das Gütesiegel bis zum 30. September 2017 befristet ist, können Vorstand und Beirat der Holdorfer Bürgerstiftung die Hände nicht in den Schoß legen. Schließlich will die Stiftergemeinschaft die Vorgaben des Siegels, das die Qualität der Arbeit widerspiegelt, auch nach 2017 wieder erfüllen. „Es hilft uns weitere potentielle Stifter für unsere Idee und die praktische Förderung des Gemeinwohls zu gewinnen“, bestärkt der Vorsitzende Richard Zumloh, die Anstrengungen der im Jahr 2010 gegründeten Stiftung fortzusetzen.

Bürgernähe heißt das Erfolgsrezept: Es geht nicht nur darum Geld zu verteilen, sondern selbst mit anzupacken. Das wird während des örtlichen Weihnachtsmarktes wieder sichtbar, wenn das erfolgreiche Projekt „Sozialer Tannenbaum“ zum vierten Mal dafür sorgt, dass Kinder aus benachteiligten Verhältnissen einen Weihnachtswunsch erfüllt bekommen. Vorstands- und Beiratsmitglieder verkaufen an beiden Tagen die dafür an einem Tannenbaum aufgehängten Sterne, auf denen die Wünsche der Kinder notiert sind.. „Diese Aktion war vom ersten Jahr an ein Riesenerfolg. Im Jahr 2014 waren es 120 Kinder, die sich über ein zuvor selbst ausgesuchtes Geschenk freuen konnten", berichtet Franz-Josef Kreinest, der als stellvertretender Stiftungsvorsitzender zu den Gründungsmitgliedern zählt.

Neben den hilfreichen Finanzen geht es der Stiftung auch darum, eine gute Idee mit den richtigen Leuten zusammenzubringen. Erst kürzlich vermittelte Richard Zumloh einen Kontakt zwischen der Oberschule Holdorf und der Tagespflegeeinrichtung Mobi-Care. Daraus entstand eine Kooperation, die das Schulprofil „Gesundheit und Soziales“ ermöglicht. Um den Oberschülern einen praxisnahen Einblick in den Arbeitsbereich zu gewährleisten, können diese in der Tagespflege hospitieren. Ein weiteres Projekt der Bürgerstiftung begann vor wenigen Tagen unter der Leitung des Holdorfer Künstlers Andrej Frankowski. Durch die Bürgerstiftung finanziert, gestalten die Schüler hölzerne Sitzbänke und werten damit ihren Aufenthaltsort Schule auf.

Ebenso ist die Bürgerstiftung gesellschaftspolitisch aktiv: Auf ihrer Homepage stellt sie eine Seite für die Aktion „Menschen teilen“ zur Verfügung. Dort finden interessierte Bürger Informationen zu gesuchten Sachspenden für Flüchtlinge und bedürftige Personen. Über ein Kontaktformular werden die Sachspenden vermittelt. Wer etwas abzugeben hat, kann sicher sein, dass die gespendeten Hilfsgüter ohne Umwege weitergegeben werden.

Bericht: Heinrich Vollmer

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