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„Azubis für Azubis“ im neunten Jahr attraktiver denn je

„Azubis für Azubis“ im neunten Jahr attraktiver denn je

Gelungene Ausbildungsmesse in der Georg-Kerschensteiner-Schule

Berufsorientierung an der GKS: Seit neun Jahren gibt die Ausbildungsmesse „Azubis für Azubis“ die Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu bekommen.

Zum neunten Mal bot die Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) gestern ihren Schülerinnen und Schülern ab den achten Klassen wie auch den ortsnahen Unternehmen mit der Ausbildungsmesse „Azubis für Azubis“ eine Plattform der Begegnung und des Informationsaustauschs über Berufsanforderungen.

Die Aula der GKS und zwei weitere Schulräume glichen einen Unterrichtstag lang einer Messehalle. 29 Aussteller hatten zum größten Teil ihre Auszubildenden, beziehungsweise mit der Ausbildung betrauten Mitarbeiter, an den Ständen postiert. Diese stellten sich den Fragen der Jugendlichen zu Berufsfeldern, Arbeitsbedingungen und Karrieremöglichkeiten aus den Bereichen Industrie, Wirtschaft, Dienstleistungen und Gesundheit. Neben großen Schautafeln und ausgelegtem Informationsmaterial lockten vor allem praxisnahe Modelle von Produktions- und Funktionsabläufen sowie hergestellter Produkte die Schüler an die

Informationstische. Erstmals nutzten weitere 70 Schüler und Schülerinnen der Oberschule Neuenkirchen-Vörden die Ausbildungsmesse.

„Von Holdorf lernen, heißt siegen lernen“, meinte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug voller Stolz. „Azubis für Azubis ist ein Konzept, das über Jahre trägt“, stellte er fest. Durch die langjährige Teilnahme der Betriebe müsse nicht nur theoretisch über das Thema Ausbildung gesprochen werden.

„Viele Betriebe müssen sich den jungen Menschen vorstellen und darum kümmern, dass sie Auszubildende bekommen. 650 Ausbildungsstellen konnten im vergangenen Jahr in unserem Landkreis nicht besetzt werden“, sagte Schulleiter Raimund Haskamp während seiner Begrüßung. Die GKS bietet den Unternehmen die Möglichkeit, mit Schülern ins Gespräch zu kommen. „Unsere Arbeit hat sich gelohnt, weil an ganz vielen Tischen Auszubildende sitzen, die früher unsere Schüler waren. Das zeigt, dass unsere Idee aufgeht“, so der Schulleiter. „Weil sich auf diese Weise die Schüler mit den Auszubildenden auf Augenhöhe begegnen, fällt es ihnen leichter in Kontakt zu treten“, bestätigt Stephanie Schlotmann, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Holdorf, die von Anfang an dieses Projekt unterstützt.

Über die Ausbildungsmesse hinaus kümmert sich die Lehrerin Judith Arlinghaus im Bereich Berufsorientierung im Zusammenspiel mit der Schulsozialarbeiterin Ute Rybka-Beckermann im laufenden Schulbetrieb darum, dass die Schüler durch Betriebsbesichtigungen, Praktika und Informationen auf das Berufsleben vorbereitet werden. „Diese Lernpartnerschaft mit den Unternehmen hilft zu sehen, was es für Berufe gibt und sich für einen Beruf zu entscheiden“, so Judith Arlinghaus.

Dem 14-jährigen Stefan Stärk gefällt die Ausbildungsmesse, weil diese die Vielfalt der möglichen Berufe vor Ort widerspiegelt und er direkt mit Betroffenen ins Gespräch kommen kann. „Es sind viele Ansprechpartner hier, die Berufe erklären, ihre Erfahrungen weitergeben und motivieren“, fasst er zusammen.

Bericht: Heinrich Vollmer

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